Surfista e a onda(Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva & Komposition: Sebastian Motz/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Der Surfer und die Welle: Als ich zuletzt in Brasilien war, habe ich einen Surfkurs gemacht. Das war genial! Beim Surfen wurde mir klar, dass das Leben ein Meer ist, und entweder wir nehmen die Welle mit oder die Welle uns.« Entrar no mar(Text & Komposition: Betina Ignacio / Marquinho da Silva) »Manchmal kommt man an einen Punkt, an dem gar nichts mehr geht. Man fühlt sich ausgepowert,ausgebrannt, hat keine Inspiration oder gute Ideen mehr. Genau so ging es mir auch schon. Aber dann war ich wieder in Brasilien, nahm mir Zeit und ging jeden Tag zum Baden ins Meer. Das hat mir ein Gefühl von Reinigung gegeben, die Chance auf einen Neuanfang. Das Wasser hat alles verändert. Und danach hatte ich wieder Kraft - und wie!« Sexta feira(Text & Komposition: Betina Ignacio / Marquinho da Silva) »Hier geht es um die Religion Candomble, die in Brasilien praktiziert wird und ursprünglich mit den Sklaven aus Afrika nach Brasilien kam. Der Freitag ist im Candomble sehr wichtig und symbolisiert einen Tag, an dem man sich Zeit nimmt, an dem man dem Stress und der Hektik entkommt, an dem man Gutes tut (auch für sich selbst). Man zieht weiße oder helle Kleidung an, isst kein rotes Fleisch, trinkt keinen Alkohol, meditiert, betet und geht hinaus in die Natur. Freitags widmet man sich den Dingen, zu denen man sonst im Alltag oft nicht kommt, und bedankt sich bei den Göttern. Jeder Gott hat eine Farbe, ein bestimmtes Essen, eine typische Eigenschaft, seine Stärken und Schwächen. Die vier Götter Oxala, Yemanja, Ogum und Mama Oxum, die in dem Song genannt werden, sind meine vier wichtigsten.« Sereia(Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva & Komposition: Klaus H. Müller/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Sereia bedeutet Meerjungfrau. Eigentlich wollte ich einen Song allen schönen Frauen widmen und hatte schon diese Refrain-Melodie: ahh sereia. Ich begann zu texten, aber alles war mir zu plump - schöne Frau, schöne Haut, Dich will ich küssen, blablabla... Ich war nahe dran zu verzweifeln. Zu der Zeit las ich gerade einen Roman über drei Models in New York in den 70er Jahren und kommentierte es Markus gegenüber, dass sich einfach alles immer wiederhole.
Da hatte er die rettende Idee: Sereia ist NATÜRLICH ein MODEL! Also erzähle ich von meinen Erlebnissen als Model. Der Wahn von einem Schönheitsideal ist auch in Brasilien sehr aktuell und eher ein brisantes Thema, da alle Mädchen diesem Traum hinterher jagen. Ich selbst fand modeln furchtbar: wenn man einmal dabei ist, fühlt man sich wie eine Ware im Fleischregal. Und das Schlimmste: alle denken, du hast ein Traumjob. Na ja, darüber könnte ich mich ewig aufregen und schreiben, schreiben, schreiben...« Me Leva(Betina Ignacio / Luiz Brasil / Marquinho da Silva) »Das Gefühl vom Leben hin und her geschaukelt zu werden. Dieser Song ist eine Hommage an Gilberto Gil und Bob Marley, also eine Hommage an den Reggae!« Cai na balada(Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva & Komposition: Sebastian Motz/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Bejahe das Leben! Ich singe das Publikum an: Jetzt geht's los! Lasst uns Party machen. Steht auf, bewegt Euch, tanzt! Hier sein, im Moment sein, bei mir sein, glücklich sein.... Jeder hat seine Geschichte, seine Probleme - aber die lassen wir draußen, vergessen sie für diesen Moment! Wir werden eins: ein Rhythmus, eine Musik, ein Groove, eine tanzende Meute!« Natural (Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva & Komposition: Sebastian Motz/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Eine wunderschöne, loungige Ballade! In der ersten Strophe geht es um den Traum von der idealen Welt ohne Hunger, Krieg und Angst. In der zweite Strophe wache ich auf und merke sofort, dass das nur ein Traum war. Dann wird mir klar, dass beides zum Leben gehört und dass das Eine ohne das Andere gar nicht existieren kann. Diesen Traum, von dem ich erzähle, hatte ich wirklich! Alles braucht einen Gegenpool, seinen Gegensatz, um überhaupt wahr genommen zu werden!« Cego(Betina Ignacio / Luiz Brasil / Marquinho da Silva) »Cego bedeutet blind! Blind mit offenen Augen. Verpasste Chancen, versäumte Momente im Leben - und dann fragt man sich, lag die Wahrheit dort? Habe ich es einfach nur nicht gemerkt? War ich einfach nur blind mit offenen Augen? Habe ich meinem Bauchgefühl nicht getraut? Habe ich die richtige Entscheidung verpasst? Die Fragen bleiben offen ...« Tudo seu (Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva, & Komposition: Klaus H. Müller/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Ein Liebeslied! - Ohne Worte - zum Genießen.« Wie lange noch(Text: Betina Ignacio / Marquinho da Silva & Komposition: Klaus H. Müller/ Betina Ignacio/ Marquinho da Silva) »Wie lange dreht sich die Welt, wie lange noch? Warum wiederholt sich alles immer und immer wieder? Ist das alles nur ein Film?« Agua de beber(Text und Komposition: Antonio Carlos Jobim) »Diesen Song hatten wir schon lange im Programm. Aber ich wollte das Lied endlich mal aufnehmen... Ohne Trinken geht nichts, Wasser ist lebensnotwendig. Also bedeutet "Agua de Beber" ganz einfach: Leben!« Chove chuve(Text und Komposition: Jorge Ben Jor) »Chove chuve ist für mich eine Art Segen. Ich erzähle oft bei den Konzerten, dass es in Brasilien manchmal so unerträglich heiß ist, dass man sich über Regen richtig freuen kann. Das ist gar nicht wirklich eine Übersetzung des Liedes, aber jedes Mal, wenn ich es singe, stelle ich mir den Regen vor wie er über meine Haut läuft... Wie eine Art Weihung. Chove chuve ist ein totaler "come down song"!«
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